Was sind Hernien bzw. was ist ein Bruch?

Als „Bruch“ (Leisten-, Schenkel-, Nabel-, Bauchwand-, Narben- oder Zwerchfellbruch lat. „Hernie“ - kein Knochenbruch!) wird eine Lückenbildung in der Bauchwand­muskulatur, durch die sich das Bauchfell wie der Finger eines Handschuhs nach außen vorwölbt, bezeichnet. Die Lücke kann angeboren oder erworben sein. In die entstandene Bauchfellausstülpung können Eingeweide (Dünn- und Dickdarmanteile) rutschen und einklemmen. Diese Situation kann lebensgefährlich sein. Daher ist es erforderlich die entstandene Lücke rechtzeitig (am besten geplant) operativ zu verschließen.

Leistenbrüche

Unter Leistenbrüchen (Inguinalhernien) versteht man Lücken unmittelbar oberhalb des so genannten Leistenbandes, einer Bindegewebsplatte, die einen Teil der Verbindung der Bauchwand mit den Beckenknochen bildet. Der Leistenkanal tritt durch die Bauchwand und stellt eine Schwachstelle dar. Hier tritt bei der Frau ein Aufhängeband der Gebärmutter und beim Mann der Samenstrang und begleitende Nerven und Blutgefäße durch die Bauchdecken. Eine Sonderform des Leistenbruches stellt der sogenannte Hodensackbruch (Skrotalhernie) dar, in diesem Fall reicht der sehr große Bruchsack bis tief in den Hodensack hinein.

Welche Ursachen lassen Leistenbrüche entstehen?

Der Leistenkanal ist eine natürliche Schwachstelle der Bauchwand, bei Männern in viel stärkerem Maße als bei Frauen. Deshalb kommen Leistenbrüche bei Männern viel häufiger vor. Außerdem besteht vor der Geburt eine Ausstülpung des Bauchfells in den Leistenkanal, beim Mann bis zum Hoden. Diese Ausstülpung bildet sich normalerweise kurz vor der Geburt zurück. Diese Rückbildung ist nicht immer vollständig, diese Ausstülpung kann später den Bruchsack eines Leistenbruches bilden. Andere Formen der Leistenbrüche entstehen durch starke dauernde Druckerhöhungen im Bauchraum, z.B. bei chronischem Husten, häufigem Pressen oder schwerer körperlicher Arbeit.

Wie machen sich Leistenbrüche bemerkbar?

Am häufigsten findet sich eine plötzlich auftretende, manchmal schmerzhafte Vorwölbung der Bauchhaut neben dem Schambeinhöcker. Die Vorwölbung ist oft nur im Stehen und beim Pressen vorhanden, im Liegen verschwindet sie von selbst. Bei voller Blase und vollem Darm kommen gelegentlich leichte Schmerzen dazu. Viele Patienten berichten über ein Fremdkörpergefühl im Sitzen. Bei länger bestehenden, fort­geschrittenen Hernien kann die Schwellung bis in den Hodensack reichen und von außen durch die Kleidung sichtbar werden. Ist der Bruch erst so groß geworden, verschwindet die Schwellung im Liegen nicht mehr von selbst. Die Patienten müssen die im Bruchsack gefangenen Organe liegend durch langsame Massage wieder in den Bauchraum befördern. Diese Brüche verursachen oft Beschwerden beim Pressen, beim Stuhlgang oder beim Wasserlassen.

Was ist ein "eingeklemmter" Bruch?

Bei einem eingeklemmten Bruch können die im so genannten Bruchsack gefangenen Organe – hierbei kann es sich um eine Dünndarmschlinge handeln - weder durch den Patienten noch durch den Arzt wieder in den Bauchraum zurückgedrückt werden. Meist bestehen starke Bauchschmerzen, welche einerseits darauf beruhen, dass der in der Bruchpforte eingeklemmte Darm nicht mehr durchgängig ist und andererseits auch dessen Blutversorgung an der gleichen Stelle durch den Druck von außen unterbrochen ist. Die Unterbrechung der Blutversorgung führt innerhalb von Stunden zum Absterben des im Bruchsack gefangenen Darmstücks, deshalb ist in dieser Situation immer eine Notfalloperation erforderlich.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die einzige Erfolg versprechende Behandlung eines Leistenbruches ist eine Operation. 
Der Zeitpunkt der Operation richtet sich nach den Beschwerden, der Größe des Bruches und seiner Einklemmungstendenz. Der optimale Operationszeitpunkt muss mit jedem Patienten individuell festgelegt werden, dabei fallen neben den aktuellen Beschwerden und der Größenzunahme der Hernie auch geplante Aktivitäten, insbesondere Reisepläne, ins Gewicht. Nachdem alle Leistenbrüche im Lauf der Zeit größer werden und geplante Operationen immer bessere Erfolgsaussichten haben als Notfalleingriffe, empfiehlt sich auch bei Patienten mit wenig Beschwerden eine Operation ca. innerhalb eines halben Jahres nach der ersten Untersuchung.

Schenkelbrüche

Unter Schenkelbrüchen (Femoralhernien) versteht man Bruchlücken unmittelbar unterhalb des so genannten Leistenbandes im Bereich des Durchtrittes der großen Beinblutgefässe in die Bauchhöhle. Aufgrund der sehr engen Bruchpforte besteht eine erhöhte Gefahr einer Einklemmung des Bruches. Daher sollte der Schenkelbruch immer (zügig) operiert werden.

Welche Ursachen lassen Schenkelbrüche entstehen?

Der Schenkelbruch tritt bevorzugt bei Frauen auf. Aber auch Männer, bei denen vorher eine offene Leistenbruchoperation durchgeführt worden war, können eine Schenkelhernie entwickeln. Die Bruchlücke liegt zwischen Leistenband und dem oberen Schambeinast im Bereich des Durchtritts der Beinarterie und Beinvenen. Schenkelbrüche können häufig nicht in den Bauchraum zurückgedrückt werden.

Wie machen sich Schenkelbrüche bemerkbar?

Hauptsächlich macht sich ein Schenkelbruch durch zum Teil starke Schmerzen, weniger durch eine tastbare Vorwölbung bemerkbar. Daher ist gerade beim Schenkelbruch die Druchführung der dynamischen Ultraschalluntersuchung wichtig um eine sichere Diagnose stellen zu können.

Was ist ein "eingeklemmter" Bruch?

Bei einem eingeklemmten Bruch können die im sogenannten Bruchsack gefangenen Organe – hierbei kann es sich um eine Dünndarmschlinge handeln - weder durch den Patienten noch durch den Arzt wieder in den Bauchraum zurückgedrückt werden. Meist bestehen starke Bauchschmerzen, welche einerseits darauf beruhen, dass der in der Bruchpforte eingeklemmte Darm nicht mehr durchgängig ist und andererseits auch dessen Blutversorgung an der gleichen Stelle durch den Druck von außen unterbrochen ist. Die Unterbrechung der Blutversorgung führt innerhalb von Stunden zum Absterben des im Bruchsack gefangenen Darmstücks, deshalb ist in dieser Situation immer eine Notfalloperation erforderlich.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die einzige Erfolg versprechende Behandlung eines Schenkelbruches ist eine Operation.
Der Zeitpunkt der Operation richtet sich nach den Beschwerden, der Größe des Bruches und seiner Einklemmungstendenz. Der optimale Operationszeitpunkt muss mit jedem Patienten individuell festgelegt werden, dabei fallen neben den aktuellen Beschwerden und der Größenzunahme der Hernie auch geplante Aktivitäten, insbesondere Reisepläne, ins Gewicht. Da geplante Operationen immer bessere Erfolgsaussichten haben als Notfalleingriffe, empfiehlt sich auch bei Patienten mit wenig Beschwerden eine zügige Operation durchzuführen.

Nabelbrüche

Neben dem Leistenbruch ist der Nabelbruch (Umbilicalhernie) die zweithäufigste Hernie der Bauchwand. Der Nabelbruch des Neugeborenen nimmt eine Sonderstellung ein. Beim kindlichen Nabelbruch kommt es fast nie zu einer Einklemmung. Eine Operation kommt bei Kindern nur selten in Frage: 98% bilden sich innerhalb von 2 Jahren zurück.
Besteht nach Vollendung des 2. Lebensjahres der Nabelruch weiter soll in jedem Fall operiert werden, da ca. jeder vierte nicht operierte kindliche Nabelbruch einklemmt.
Beim Erwachsenen handelt es sich um einen erworbenen Defekt in der Bauchdecke im Bereich des Nabels, durch den Bauchinhalt austreten kann.

Welche Ursachen lassen Nabelbrüche entstehen?

Die Ursache von Nabelbrüchen im Säuglingsalter ist die noch nicht völlig verschlossene Bauchwand nach Durchtrennung der Nabelschnur. Diese haben in der Regel keine Einklemmungstendenz und bilden sich meist spontan zurück, daher werden sie primär nicht operativ behandelt.
Als ehemalige Durchtrittsstelle der Nabelschnur ist der Nabel lebenslang eine Schwachstelle in der Bauchdecke. Primäre Ursachen sind Veranlagung, die Vererbung und eine angeborenen Bindegewebsschwäche. Weitere begünstigende Faktoren: Schwangerschaften, Gewichtszunahme, starkes Pressen bei chronischer Verstopfung und die Tatsache, dass das Gewebe und damit auch die Bauchwand, im Laufe des Lebens schwächer wird.

Wie machen sich Nabelbrüche bemerkbar?

Oft haben die Betroffenen keine subjektiven Beschwerden und haben sich auch mit dem vorgewölbten Aussehen des Nabels abgefunden. Gelegentlich wird über einen ziehenden Schmerz geklagt.

Was ist ein "eingeklemmter" Bruch?

Bei einem eingeklemmten Bruch können die im sogenannten Bruchsack gefangenen Organe – hierbei kann es sich um eine Dünndarmschlinge handeln - weder durch den Patienten noch durch den Arzt wieder in den Bauchraum zurückgedrückt werden. Meist bestehen starke Bauchschmerzen, welche einerseits darauf beruhen, dass der in der Bruchpforte eingeklemmte Darm nicht mehr durchgängig ist und andererseits auch dessen Blutversorgung an der gleichen Stelle durch den Druck von außen unterbrochen ist. Die Unterbrechung der Blutversorgung führt innerhalb von Stunden zum Absterben des im Bruchsack gefangenen Darmstücks, deshalb ist in dieser Situation immer eine Notfalloperation erforderlich.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Beim Erwachsenen gibt es keine sinnvolle konservative, d. h. nicht- operative Behandlung. Prinzipiell ist eine Operationsanzeige wegen vorhandener Einklemmungsgefahr gegeben.

Bauchwandbrüche

Neben dem Nabel stellt der bindegewebige Streifen zwischen Nabel und Brustbein, der aus den Hüllen der geraden Bauchmuskulatur gebildet wird eine Schwachstelle für das Auftreten von Brüchen in der Bauchwand (Epigastrische Hernie) dar.

Welche Ursachen lassen Bauchwandbrüche entstehen?

In dem oben genannten möglicherweise schwachen Bindegewebsstreifen kann mit zunehmendem Alter, erhöhtem Körpergewicht und starker Druckerhöhung im Bauch vermehrt zum Auftreten von mehreren Bruchlücken kommen, die zum Teil erhebliches Ausmaß annehmen können. Durch die entstandenen Lücken kann sich Bauchinhalt wie Darm oder Fettgewebe aus dem Bauchraum hindurchdrängen.

Wir machen sich Bauchwandbrüche bemerkbar?

Die Symptome zeichnen sich durch Vorwölbungen in der Mittellinie des Oberbauches, die sich insbesondere beim Pressen, Husten oder Aufrichten aus liegender Position bemerkbar machen, aus. Im Liegen sind die Vorwölbungen meistens nicht erkennbar.

In manchen Fällen treten Schmerzen oder Druckgefühl auf.

Was ist ein "eingeklemmter" Bruch?

Bei einem eingeklemmten Bruch können die im sogenannten Bruchsack gefangenen Organe – hierbei kann es sich um eine Dünndarmschlinge handeln - weder durch den Patienten noch durch den Arzt wieder in den Bauchraum zurückgedrückt werden. Meist bestehen starke Bauchschmerzen, welche einerseits darauf beruhen, dass der in der Bruchpforte eingeklemmte Darm nicht mehr durchgängig ist und andererseits auch dessen Blutversorgung an der gleichen Stelle durch den Druck von außen unterbrochen ist. Die Unterbrechung der Blutversorgung führt innerhalb von Stunden zum Absterben des im Bruchsack gefangenen Darmstücks, deshalb ist in dieser Situation immer eine Notfalloperation erforderlich.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Beim Erwachsenen gibt es keine sinnvolle konservative, d. h. nicht- operative Behandlung. Prinzipiell ist eine Operationsanzeige wegen vorhandener Einklemmungsgefahr gegeben.

Narbenbrüche

Narbenbrüche sind durch Lücken im Narbengewebe nach vorheriger Bauchoperation gekennzeichnet. Diese Lücken können einfach und mehrfach auftreten. Sie können zum Teil eine Größe erreichen, die soviel Bauchinhalt in den Bruchsack austreten lassen, dass der so entstandene Raum vor der Bauchhöhle größer ist als die eigentliche Bauchhöhle. In diesem Fall hat der Bauchinhalt „sein Heimatrecht in der Bauchhöhle verloren“. Diese Sonderform des Narbenbruches stellt eine große Herausforderung an die operative Behandlung dar.

Welche Ursachen lassen Narbenbrüche der Bauchwand entstehen?

Nach einer Bauchoperation wird die Bauchdecke mit ihren verschiedenen Muskel- und Bindegewebschichten mit Nähten verschlossen, die normalerweise eine feste Narbe bewirken sollen. In bis zu 30 % der Fälle kann es jedoch zu einem Auseinanderweichen der zunächst ausgeheilten Narbe kommen und durch die hierdurch entstandene Lücke kann sich Bauchinhalt wie Darm oder Fettgewebe aus dem Bauchraum hindurchdrängen.
Die Entstehung eines Narbenbruchs wird durch folgende Faktoren unterstützt : Alkohol- und Nikotinmissbrauch, akute oder chronische Atemwegserkrankungen, maschinelle Beatmung nach Bauchoperation, Bauchwasser, Bindegewebsschwäche, Darmverschluss, Eiweißmangel, Husten, Nierenfunktionsstörungen, Tumorleiden, Übergewicht, Wundinfekte, Zuckerkrankheit, wiederholte Bauchschnitte, fehlerhafte Wundverschlusstechnik.

Wie machen sich Narbenbrüche der Bauchwand bemerkbar?

Die Symptome zeichnen sich durch Vorwölbungen im Bereich einer Operationsnarbe in der Bauchwand, die sich insbesondere beim Pressen, Husten oder Aufrichten aus liegender Position bemerkbar machen, aus. Im Liegen sind die Vorwölbungen meistens nicht erkennbar.

In manchen Fällen treten Schmerzen, Druckgefühl und Verdauungsstörungen auf.

Was ist ein "eingeklemmter" Bruch?

Bei einem eingeklemmten Bruch können die im sogenannten Bruchsack gefangenen Organe – hierbei kann es sich um eine Dünndarmschlinge handeln - weder durch den Patienten noch durch den Arzt wieder in den Bauchraum zurückgedrückt werden. Meist bestehen starke Bauchschmerzen, welche einerseits darauf beruhen, dass der in der Bruchpforte eingeklemmte Darm nicht mehr durchgängig ist und andererseits auch dessen Blutversorgung an der gleichen Stelle durch den Druck von außen unterbrochen ist. Die Unterbrechung der Blutversorgung führt innerhalb von Stunden zum Absterben des im Bruchsack gefangenen Darmstücks, deshalb ist in dieser Situation immer eine Notfalloperation erforderlich.

Ist eine Operation notwendig?

Wenn sich der Bruchsackinhalt eingeklemmt hat (selten) und nicht mehr in den Bauchraum zurückzudrängen ist, muss eine Notfalloperation durchgeführt werden. Diese Situation äußert sich in schwersten Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Vor allem Narbenbrüche mit einer kleinen Bruchlücke neigen zur Einklemmung.
Da die Möglichkeit einer Einklemmung immer besteht, ist grundsätzlich eine Operation anzuraten. Dringlich notwendig wird eine Operation, wenn die Haut im Bereich des Narbenbruches dünner wird oder sich entzündet. Generell gilt wie für alle anderen Weichteilbrüche auch, dass ein derartiger Bauchnarbenbruch sich nicht zurückbilden kann, sondern im Laufe der Zeit größer wird, sodass eigentlich allen Patienten vordringlich aber jüngeren zur Operation geraten werden soll.

Zwerchfellbrüche

Als „innerer Bauchwandbruch“ nimmt die Zwerchfellhernie eine Sonderstellung unter den Brüchen ein. Er entsteht im Bereich der natürlichen Lücke im Zwerchfell (Abgrenzung zwischen Brust- und Bauchraum), durch die die Speiseröhre (und die begleitenden Nerven) in den Bauchraum gelangen und dort in den Magen mündet.
Bei einem Zwerchfellbruch (innerer Bauchwandbruch) kommt es durch Verziehung der Speiseröhre nach oben zu einer Schädigung des Verschlussmechanismus zwischen Magen und Speiseröhre. Die im Magen produzierte Säure kann ungehindert in die Speiseröhre fließen (Sodbrennen kann entstehen; besonders nachts in liegender Position).

Welche Ursachen lassen einen Zwerchfellbruch entstehen?

Die notwendige Zwerchfelllücke ist eine natürliche Schwachstelle der inneren Abgrenzung des Bauchraumes gegen den Brustraum. Hauptursache für die Entstehung einer krankhaften Bruchlücke ist eine angeborene Bindegewebsschwäche. Eine Rolle spielen auch starke dauernde Druckerhöhungen im Bauchraum, z.B. bei chronischem Husten, häufigem Pressen oder schwerer körperlicher Arbeit. In die langsam größer werdende Lücke stülpt sich genauso wie bei allen anderen Brüchen das Bauchfell vor und bildet so einen „inneren Bruchsack“. Die Speiseröhre, die normalerweise durch die beiden Zwerchfellmuskelteile in ihrer natürlichen Position gehalten wird, verzieht sich bedingt durch die weite Lücke nach oben. Der gesunde Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen, der wie ein Ventil das Einfließen von Flüssigkeit und festen Nahrungsbestandteilen in den Magen ermöglicht aber den Rückfluss verhindert, kann nicht mehr richtig arbeiten.

Wie macht sich ein Zwerchfellbruch bemerkbar?

Am häufigsten findet sich in unterschiedlicher Schwere auftretendes Sodbrennen, Aufsteigen von Flüssigkeit aus dem Magen, „Überlaufen“ von Flüssigkeiten aus dem Magen und der Speiseröhre in die Luftröhre. Das führt zu Räuspern, Husten und Heiserkeit bis hin zum Auftreten von Asthma. Die andauernde krankhafte Benetzung der Speiseröhrenschleimhaut mit aggressiver Magensäure führt zu unterschiedlich schweren Formen der Entzündung bis zur Verätzung und kann auch schlecht heilbaren Speiseröhrenkrebs auslösen. Besonders auffällig ist der Säure- und Flüssigkeitsrückfluss (lateinisch: Reflux) in der Nacht in liegender Position, weswegen viele Betroffene mit erhöhtem Oberkörper - manchmal fast im Sitzen - schlafen.

Wie und wann soll ein Zwerchfellbruch behandelt werden?

Bei dauerndem Sodbrennen wird zunächst mit säurehemmenden Tabletten, die die Entstehung der Magensäure in den Magenwandzellen erheblich einschränken bis verhindern, behandelt. Kommt es unter dieser Behandlung zum vollständigen Abheilen aller Entzündungserscheinungen in der Speiseröhre und zum Stoppen des Sodbrennens, kann die Tablettenbehandlung zwischenzeitlich oder dauernd die einzige Behandlung bleiben. Ist, um den Erfolg zu erreichen, jedoch eine unverhältnismäßig hohe dauerhafte Tablettendosierung erforderlich, kann eine operative Behandlung mit Einengung der ursächlichen Zwerchfelllücke sowie einer zusätzlichen Manschettenbildung, um einen künstlichen Ventilmechanismus herzustellen, erforderlich sein.

Endoskopische Spezialuntersuchung

Zur genauen Operationsanzeige ist eine endoskopische Spezialuntersuchung (Manometrie, (Druckmessung) und pH Metrie, (Säuremessung)) erforderlich, die von der endoskopischen Abteilung des Bethesda KH Bergedorf durchgeführt wird.

Sportlerleiste

Die sogenannte Sportlerleiste ist eine häufige „Sportverletzung“ bei professionellen Sportlern. Patienten mit einer weichen Leiste leiden unter Schmerzen (Ziehen, Stechen, Brennen) im Bereich der betroffenen Leiste, vor allem bei körperlicher Belastung.

Welche Ursachen führen zu einer Sportlerleiste?

Bei der Sportlerleiste handelt es sich um eine Schwächung der Hinterwand des Leistenkanals. Hierbei handelt es sich um keinen Bruch der Bauchwand. Da diese aus Bindegewebe und nicht aus Muskulatur besteht, kann sie nicht durch Muskelaufbau oder ein besonderes Training gestärkt oder stabilisiert werden. Obwohl die Bauchmuskulatur meist hervorragend entwickelt ist, entsteht in einem muskelfreien Dreieck (Hesselbach Dreieck) der Leistenregion eine Gewebeschwäche. Erhöht sich der Druck im Inneren der Bauchhöhle (z. B. durch ruckartige Bewegungen), so kommt es zu einer Vorwölbung der muskelfreien Wandschicht. In der Umgebung laufende Nerven werden hierdurch komprimiert und verursachen typische, äußerst unangenehme Nervenschmerzen (mit oder ohne Schmerzausstrahlung in den Hoden oder in die Oberschenkelinnenseite).

Wie macht sich die Sportlerleiste bemerkbar?

Durch ruckartige Bewegungen gerade bei Sportarten (u.a. Fußball), die die Leistenregion stark beanspruchen kann es verstärkt zu Schmerzen kommen. Die Schmerzen können in den Hoden oder in die Oberschenkelinnenseite ausstrahlen. Als Ursache der Symptome wird häufiger fälschlich ein Leistenbruch angenommen.

Diagnostik

Körperliche Untersuchung
Vor der Behandlung erfolgt die genaue Diagnosestellung durch den Spezialisten. Zunächst wird die Vorgeschichte besprochen und erfragt: Wann traten die Beschwerden auf, wie zeigen sich die Beschwerden, welche sportlichen Belastungen sind bekannt. Die Leistenregion wird abgetastet um so einen Eindruck  von der Lokalisation des Schmerzpunktes sowie der Festigkeit des Bauchwandgewebes zu bekommen und um eine Bruchlücke auszuschließen.

Dynamischer Ultraschall
Mit einer dynamischen Ultraschalluntersuchung können präzise die Beschaffenheit, die Festigkeit und die Beweglichkeit unter Pressversuch jeder einzelnen Bindegewebsschicht beurteilt werden. Eine Bruchlücke als Ursache von Beschwerden kann sicher ausgeschlossen werden.
Zum Ausschluss einer Sehnenansatzentzündung oder knöcherner Veränderungen kann die zusätzliche Durchführung einer Magnetresonanztomographie erforderlich sein.
Die Diagnose einer Sportlerleiste sollte von einem Hernienspezialisten gestellt werden, da es äußerst schwierig sein kann die Symptome verschiedener Probleme richtig einzuordnen. 

Therapie

Nach erfolglosem konservativem Therapieversuch sollte die Entscheidung zur Operation nicht über einen Zeitraum von 4 – 6 Wochen hinausgeschoben werden. Eine lang anhaltende Reizung von Nerven kann in einzelnen Fällen in ein chronisches Schmerzsyndrom übergehen, was dazu führen kann, dass das auch nach erfolgreicher Leistenstabilisierung Schmerzen nur langsam zurückgehen.

Diagnostik

Körperliche Untersuchung

Vor der Behandlung erfolgt die genaue Diagnosestellung durch den Spezialisten. Zunächst wird die Vorgeschichte besprochen und erfragt: Wann traten die Beschwerden auf, wie zeigen sich die Beschwerden, welche Vorerkrankungen sind bekannt. Die Leistenregion bzw. die betroffene Bauchwandregion wird abgetastet um so einen Eindruck vom Ausmaß der Bruchbildung zu bekommen.

Dynamischer Ultraschall

Mit einer dynamischen Ultraschall­untersuchung können präzise Lokalisation, die Größe und Beschaffenheit des Leisten– oder Bauchwandbruches festgestellt werden. Weitere, aufwändigere und teure, bildgebende Verfahren sind in der Regel nicht erforderlich.

Spezielle Untersuchung bei Zwerchfellbruch

Bei Zwerchfellbrüchen mit schwerem Sodbrennen wird zur Feststellung der Operationsanzeige eine endoskopische Spezialuntersuchung mit Manometrie (Druckmessung) und pH-Metrie (Säuremessung) von der Endoskopieabteilung des Bethesda KH Bergedorf durchgeführt.

Allgemeine Untersuchungen

In enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit Ihrem Hausarzt werden die notwendigen, allgemeinen Voruntersuchungen wie EKG und Laboruntersuchungen (Blutentnahme) durchgeführt.