Nabelbruch - Nabelhernie
Neben dem Leistenbruch ist der Nabelbruch die zweithäufigste Hernie der Bauchwand. Der Nabelbruch des Neugeborenen nimmt eine Sonderstellung ein. Beim kindlichen Nabelbruch kommt es fast nie zu einer Einklemmung. Eine Operation kommt bei Kindern nur selten in Frage: 98% bilden sich innerhalb von 2 Jahren zurück.
Besteht nach Vollendung des 2. Lebensjahres der Nabelruch weiter soll in jedem Fall operiert werden, da ca. jeder vierte nicht operierte Nabelbruch einklemmt. Nach wie vor stellt die Einklemmung eines Nabelbruchs mit Darmbeteiligung eine lebensbedrohliche Situation dar. Wenn sich der Bruchsackinhalt eingeklemmt hat und nicht mehr in den Bauchraum zurückzudrängen ist, muss schnell eine Operation durchgeführt werden. Symptome der Einklemmung sind schwerste Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen.
Nachbehandlung
Eine Mobilisation für Alltagstätigkeiten erfolgt sofort (An-, Auskleiden, Körperhygiene, Gehen, Spazieren), Essen und Trinken ist ebenfalls sofort möglich. Spätestens nach Abschluss der Wundheilung (ca. 10 – 14 Tage) ist eine Wiederaufnahme normaler körperlicher Aktivitäten wie Hausarbeit, leichte Gartenarbeit, Fahrrad- und Autofahren möglich. Mit schwerer körperlicher Arbeit kann je nach Operationsverfahren 3 – 4 Wochen nach der Operation begonnen werden.